Amalgamsanierung

Schonende Entfernung von altem Amalgam

Amalgam besteht zu 50 Prozent aus Quecksilber, gebunden in einer Legierung aus Silber, Kupfer, Zink, und Zinn. Das Schwermetall Quecksilber selbst gilt als giftig. 

Eine EU Verordnung aus dem Jahre 2018 besagt, dass Amalgamfüllungen bei Schwangeren, Stillenden und Kindern unter 15 Jahren nicht mehr verwendet werden sollen. Außerdem müssen Praxen Amalgamreste als Sondermüll entsorgen. Allein diese Aussagen legen nahe, dass Amalgam nicht mehr das Mittel der Wahl für Füllungen sein kann und darf.

In unserer Praxis werden Amalgamfüllungen unter Schutzmaßnahmen entfernt, so dass die dabei entstehenden Dämpfe gar nicht erst in den Körper gelangen können.

Dazu gehört:

  • Vorsichtiges Ausbohren der Füllung mit speziellem Hartmetallbohrer und niedriger Drehzahl zur Vermeidung giftiger Quecksilberdämpfe.
  • Kofferdam (Gummischutztuch) beim Herausbohren zum Schutz vor Amalgamspänen
  • Clean-Up-Sauger zum Schutz vor entstehendem Quecksilberdampf
  • Eine spezielle Spüllösung und Chlorella-Algen-Einlage nach Entfernung des Amalgams zur Bindung von noch vorhandenem Quecksilber im Zahn.

Anschließend erfolgt die definitive Versorgung der Zähne je nach Defektgröße mit einem biokompatiblen Füllungsmaterial (Komposit oder Keramik).

Kosten:

Amalgamentfernung unter Schutzmaßnahmen ist eine reine Privatleistung. 

Die weitere Versorgung der Zähne kann je nach Material und Zustand der zu entfernenden Füllungen weitere Kosten verursachen.